Freitag, 30. Oktober 2009

Consultingfirma: Entlassungswelle steht an !

Was ist los auf dem Arbeitsmarkt ? Wurde gestern noch Optimismus verbreitet, weil es im Oktober, abgesehen vom Versandhaus Quelle,

Donnerstag, 29. Oktober 2009

SPD - Teile und herrsche ?

Jeder kennt sicherlich noch aus der Schulzeit diejenigen Mitschüler, die sich dadurch hervortaten, dass sie die jüngeren Jahrgänge ärgerten und bedrohten. Also diese Möchtegernhelden, welche sich Opfer statt Gegner suchten, um ihr wenig ausgeprägtes Ego aufzupolieren.
So auch im Moment die SPD, es gäbe viele Gegner, etwa die Bundesagentur für Arbeit, bei der es Probleme mit den Datenschutz gibt.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Hohe Staatsverschuldung - Von den Reichen gewollt ?

Man hört es immer wieder, in der Krise die Steuern runter, um die Wirtschaft anzukurbeln oder zumindest das Wachstum nicht abzuwürgen. So berichtet auch heute der Focus darüber, dass Herr Professor Straubhaar vom Hamburger HWWI für sinkende Steuern plädiert, Steuersenkungen seien zwar angesichts der hohen Staatsverschuldung risikoreich, aber ohne Alternative, da höhere Steuern das Wachstum "abwürgen" würden.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Quelle - Droht Bürgerarbeit ?

Seit gestern hat die Bundesagentur für Arbeit mit der Bearbeitung der Arbeitslosengeld I-Anträge in der eigens bei Quelle eingerichten Außenstelle begonnen. Die ehemaligen Quelle-Mitarbeiter werden bei der Ausfüllung der Anträge vor Ort beraten und auf Wunsch besteht die Möglichkeit auf psychologische Unterstützung.

Montag, 26. Oktober 2009

Kopfpauschale - Beschwichtigende Worte bis Mitte Mai 2010

"Was ist da los bei Schwarzgelb ?" könnte man meinen, wenn man die heutigen Presseberichte verfolgt. Plötzlich allerorten Widerstand gegen Kopfpauschalen in der Union? Obwohl diese im Koalitonsvertrag vorgesehen sind? Doch keine "Entlastung" der Arbeitgeber bei den Sozialversicherungskosten? Kracht die Koalition auseinander?

Sonntag, 25. Oktober 2009

FDP: Kampfansage gegen Normalverdiener !

Nun knallen auch die Korken bei der FDP: Der Abschluss des Koalitionsvertrages ist genug Grund, nun nochmal markige Worte hören zu lassen. Die große Koalition sei, eine Kampfansage an den Linksrutsch in dieser Republik,  so Westerwelle.

Samstag, 24. Oktober 2009

Krankenkassen: Was passiert 2012 ?

Der Koalitionsvertrag steht. Die Regierung zeigt sich nun erstmal spendabel, einige Bonbons werden verteilt, etwa an Eltern, Erben und sogar an Hartz IV-Empfänger die ab 1.1.2010 etwas mehr Vermögen behalten dürfen.

Freitag, 23. Oktober 2009

Schwarzgelb - Das Krankenmobbing beginnt

Focus-Online meldet, dass Schwarzgelb die bisherige quartalsweise zu zahlende Praxisgebühr abschaffen will und sie durch eine Gebühr pro Arztbesuch ersetzen will. Als Begründung werde angeführt, dass die bisherige Praxisgebühr nicht die beabsichtigte Lenkungsfunktion gehabt habe. Es seien Anreize für gesundheits- und kostenbewußtes Verhalten notwendig.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Kapitaldeckung ? Gefährlicher Unsinn !

Nach Presseberichten plant Schwarzgelb nunmehr eine "Reform" der Pflegeversicherung. Das bisherige umlagefinanzierte öffentlich-rechtliche System soll durch eine kapitalgedeckte Komponente ergänzt werden...

Dienstag, 20. Oktober 2009

Krise - Und nun ab in die Mitte

Die wirtschafts- und sozialpolitischen Fehlentscheidungen der letzten zehn Jahre zeigen nun mit zunehmenden Tempo Wirkung: Aktuell haben die Mitarbeiter des Versandhauses Quelle die Konsequenzen zu tragen, wie das Nachrichtenmagazin Focus meldet:
Wieder verschwinden tausende halbwegs gut bezahlte und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für immer vom Markt. Den Mitarbeitern droht damit, mit nur einem Jahr Schonfrist, die Entwürdigung durch Hartz IV, obgleich sie unter Umständen jahrzehntelang in die Sozialversicherungssysteme eingezahlt haben. Mit viel Glück werden sie noch einen prekären Job in einer Zeitarbeitsfirma finden oder irgendwie die Jahre bis zur Rente als  sogenannter "Aufstocker" durchkommen müssen.
Marktzyniker meint: Dies ist nur der Anfang vom Ende. Weitere Ereignisse dieser Art werden folgen. Die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt treffen auch nun die Mitte unserer Gesellschaft. Kürzlich veröffentlichte Zahlen belegen, dass die Zahl der Hartz IV-Empfänger ohne Schul- oder Bildungsabschluss fast stabil geblieben ist, dagegen die Zahl der Hartz IV-Bezieher mit Hochschulabschluss stark ansteigt. 
Nachrichtenmagazin Focus (Onlineausgabe) vom 12.10.2009
Dem Facharbeiter oder Abiturienten sollte nun langsam mal klar werden, dass Hartz IV jeden treffen kann ! Mögen auch einige die jetzt zu Recht jammern, mal überlegen, ob die alte - recht einkömmliche- Sozialhilfe nicht auch ihr bisher relativ hohes Lohnniveau gestützt hat, weil nicht jeder Hungerlohn akzeptiert werden musste.
Infragezustellen ist damit das seit fünfzehn Jahren gepredigte Dogma: "Es ist besser Arbeit, als Arbeitslosigkeit zu finanzieren".  Es ist zu untersuchen, ob nicht gerade dieses "Workfare"-Modell nicht zu einer Erosion der Löhne und damit zu einem Zusammenbruch der Binnennachfrage geführt hat.


Montag, 19. Oktober 2009

IFO-Institut: Mal wieder Sinniges

Am heutigen Tage, ließ sich der ganz kluge Herr Professor Sinn mal wieder zu einem Interview herab. Herr Professor Sinn ist der Präsident des IFO-Instituts, eines gemeinnützigen Vereins (auch Karnikelzüchtervereine sind gemeinnützig).

Wikipediaeintrag zum IFO-Institut,

Gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus gab Professor Sinn mal wieder mit vielen Worten seine altbekannten Weisheiten von sich, welche sich in einem Satz zusammenfassen lassen:

Noch mehr Druck auf Arbeitslose mittels Hartz IV, so dass sie jede miese Bezahlung akzeptieren. Dann mittels Leistungen wie Hartz IV den Lohn auf ein lebenserhaltenes Niveau anheben und diesen um einen kleinen Freibetrag zu ergänzen, wegen der "Anreizwirkung".

Nachrichtenmagazin Focus (onlineausgabe) vom 19.10.2009

Marktzyniker meint: Ja ! Genau richtig, Herr Sinn !  Super Idee, wenn da nicht ein Schönheitsfehler wäre, nämlich dass der Steuerzahler die Aufstockerei bezahlt und der Unternehmer von den niedrigen Löhnen profitiert. Wirklich brilliant ! Faktische Lohnsubvention durch den Steuerzahler, den Sie immer "Staat" nennen. Aber was solls Herr Sinn, der Steuerzahler hat es ja ! Achso ! Was ist eigentlich mit den Sozialkassen ? Die bekommen bei sinkenden Löhnen ja auch weniger ! Aber auch kein Problem, dann können  Sie in einem halben Jahr wieder ganz schlau feststellen, dass unser Sozialstaat nicht mehr bezahlbar ist.

Freitag, 16. Oktober 2009

SPD - Schon wieder Bettvorleger ?

Nach ersten zaghaften Angriffen auf Schwarzgelb und düsteren Prophezeihungen für die Zeit nach der Wahl in NRW,

Nachrichtenmagazin Focus (Onlineausgabe) vom 10.10.2009

verliert sich die SPD mal wieder in Richtungsstreitigkeiten und Detailfragen, wie die Rente ab 67. Immer noch ganz staatsmännisch warnte Herr Steinmeier seine Partei vor einem "Linksruck".

Nachrichtenmagazin Focus (Onlineausgabe) vom 16.10.2009

Marktzyniker meint: Wenn die SPD so weiter macht, dann ist sie auf dem besten Weg in den einstelligen Bereich. Anstatt immer nur den demografischen Wandel zu beschwören, sollte die SPD mal überlegen, wie sich zum Beispiel die Lohnerrosion im Niedriglohnbereich auf die Sozialkassen auswirkt. Nach einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Essen arbeiten beispielsweise inzwischen mehr als 6,5 Millionen Menschen zu Löhnen unter € 9,62 (Niedriglohnschwelle).

Instruktiv: Pressemitteilung des IAQ der Universität Essen vom 9. Juli 2009

Ein "Weiter so !" gibt es nicht, will die SPD nicht als hellroter Bettvorleger bei der nächsten Wahl enden !

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Hartz IV - Der Wind wird steifer

Hartz IV - Empfänger müssen sich in Zukunft auf eine noch steifere Brise einstellen, zumindest wenn es nach dem Willen  des Chefs der CDU-Mittelstandsvereinigung Josef Schlarmann geht. Dieser forderte, dass es Behörden zukünftig leichter haben sollten, Hartz IV-Empfängern die Leistungen zu streichen, wenn diese eine angebotene Arbeit ablehnten. Dies solle Gegenstand der Koalitionsverhandlungen sein, so Schlarmann laut dem Nachrichtenmagazin Focus (Online-Ausgabe).

Nachrichtenmagazin Focus (Online-Ausgabe) vom 14. Oktober 2009

Marktzyniker meint: Abgesehen von dem  diffamierenden Charakter der Forderung, ist die Zielrichtung des Vorstosses offensichtlich: Herr Schlarmann will weiter die Löhne drücken. Schon nach gegenwärtiger Rechtslage müssen Hartz IV-Empfänger jede noch so schlecht bezahlte Tätigkeit annehmen und im Zweifel den Lohn durch die ARGE aufstocken lassen. Dies führt schon jetzt dazu, dass der Steuerzahler faktisch Dumping-Löhne subventioniert, da die Aufstockung aus Steuergeldern bezahlt wird. Es bleibt abzuwarten, ob diejenigen Unternehmer, welche noch gute Arbeit, mit guten Geld bezahlen wollen, sich gegen den Vorstoss des Herrn Schlarmann wenden.

Kasino-Kapitalismus ? Ja, bitte !

In letzter Zeit wird viel über den sogenannten Kasino-Kapitalismus geschimpft, das Kasino solle geschlossen werden. Dabei werden oft die Vorteile von Kasinos gegenüber dem modernen Kapitalismus übersehen:

1. Spielkasinos werden sehr streng staatlich kontrolliert,  dagegen ist die Bankenaufsicht - gelinde gesagt  - eine Lachnummer

2. In Spielkasinos herrscht strengstes Jugendverbot, wohingegen Jugendliche nach ihrem Schulabschluss als Auszubildende oder Jobber am realexistierenden Kapitalismus teilnehmen müssen, sonst gibt es Ärger von der ARGE.

3. In Spielkasinos gibt es keine Spiele mit Hebelwirkung nach unten, man kann nicht mehr verlieren als man einsetzt.

Also konzentrieren wir uns zunächst auf das Mögliche, führen wir den Kasino-Kapitalismus ein, er ist sicherer und darüberhinaus glamouröser und unterhaltsamer.


Montag, 12. Oktober 2009

Riester - Ganz genial !

Riester klingt gut ! Jede Generation sorgt nun für sich selber vor und liegt künftigen Generationen nicht mehr auf der Tasche. Vorbei die Zeiten, in denen man als Rentner nur ein Kostenfaktor war, der das mühsam erarbeitete Geld seiner Kinder auf Kreuzfahrschiffen verfrühstückte und versoff. Nun lebt man von seinen Ersparnissen und deren Zinsen. Ein ganz anderes Lebensgefühl !

Doch wer erwirtschaftet die Zinsen ? Es ist ja nicht so, dass sich das Geld im Tresor der Bank vermehrt. Schön wärs ! Das Kapital wird angelegt, genauer: Das Geld wird der Wirtschaft zur Verfügung gestellt und von dieser investiert. Der fähige Riesterfondmanager wird darauf achten, dass die Riestergelder ordentlich Zinsen abwerfen, muss er ja auch, denn die Altersvorsorge der Kundschaftt hängt davon ab. Legt er das Geld in Unternehmen an, so sollten diese ordentlich Gewinn machen, am besten durch Lohnknappserei zu  Lasten unserer Kinder. Legt er es in Immobilien an, so sollten schon satte Mieten fließen, bezahlt durch unsere Kinder.

Geniale Erfindung diese Riester-Rente: Sozialdumping und Mietwucher im Dienste der Altersvorsorge. Wenn unsere Kinder mal streiken, dann ist Schluss mit Weihnachtsgeschenken.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Will die FDP erlaubnisfreie Leiharbeit ?

Offenbar beabsichtigt die FDP die Abschaffung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), welches dem Schutz von Leiharbeitnehmern dient. Dies ergibt sich aus einem Antrag aus dem Jahr 2006:

auf welchen das liberale Wiki hinsichtlich der beabsichtigten Arbeitslosenversicherung verweist:

Nach Ansicht der FDP habe sich die Leiharbeit als effektives arbeitsmarktpolitisches Instrument erwiesen, welches sich bei der Integration von Arbeitslosen auf den ersten Arbeitsmarkt bewährt habe. Insbesondere verhindere das Erfordernis einer behördlichen Erlaubnis für Leiharbeitsfirmen die weitere Entwicklung der Leiharbeitsbranche. Zur "Qualitätsicherung" reichten auch freiwillige Selbstverpflichtungen der Branche aus. Das AÜG gehöre damit abgeschafft.

Drucksache 16/2684 vom 21.09.2006 (Seite 9)

Marktzyniker meint: Es drängt sich damit der Verdacht auf, dass es der FDP nur vordergründig um die Abschaffung der Erlaubnispflicht geht, diese stellt keine besonders hohen Anforderungen an den Verleiher und ist kaum praxisrelevant. Vielmehr scheint die Initiative auf den § 10 Abs. 1 S. 1 AÜG abzuzielen. Dieser sieht vor, dass wenn dass Arbeitsverhältnis mit dem Verleiher unwirksam ist, grundsätzlich ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher entsteht.

Samstag, 10. Oktober 2009

Ein Prozent der Bevölkerung verfügen über annähernd ein Viertel des gesamten Vermögens

Eine von der Presse wenig beachtete Studie der Hans-Böckler-Stifung kommt zu interessanten Ergebnissen. Die gewerkschaftsnahe Stiftung hat die Vermögensverteilung in der Bundesrepublik Deutschland von dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) untersuchen lassen. Gegenstand der Untersuchung war die Verteilung des Nettovermögens. Bei dem Nettovermögen handelt es sich um das Vermögen einer Person nach Abzug aller Schulden.

Der Studie nach konzentrieren sich 23 Prozent der Vermögenswerte in der Hand von einem Prozent der Bevölkerung und immerhin noch fast ein zwei Drittel (61,1 Prozent) des Gesamtvermögens sind im Besitz der wohlhabensten zehn Prozent. Diesen "happy few" stehen zwei Drittel der Bevölkerung gegenüber, welche so gut wie kein nennenswertes Vermögen haben, 27 Prozent der Bevölkerung haben sogar unter dem Strich mehr Schulden als Eigentum.


Marktzyniker meint: Eine Studie die uns aufrütteln sollte, aber auch ein gutes Argument in der Neiddebatte.

Freitag, 9. Oktober 2009

Warum dieses Blog ?

Hallo liebe Leserinnen und Leser !

Einige von Ihnen werden meinen Namen sicher schon aus diversen Diskussionsforen kennen und wissen, dass ich meine Positionen mit Verstand, Logik, aber auch mit einem gewissen Sarkasmus vertrete.

In kurzer Folge werde ich aktuelle Entwicklungen kommentieren und Argumente gegen den neoliberalen Irrsinn liefern, aber auch Alternativen aufzeigen und interessante Projekte und Ideen vorstellen.

Vorsicht dieses Blog ist einseitig ! Hier wird meine Meinung dargestellt, ganz schlimm subjektiv ! Warum ? Weil ich Sie überzeugen will. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann widerlegen Sie mich, so Sie es denn schaffen oder gründen auch ein Blog. Tun Sie mir nur einen Gefallen, kommen Sie mir mit Fakten und Logik.

Bis dahin

Marktzyniker