Samstag, 10. Oktober 2009

Ein Prozent der Bevölkerung verfügen über annähernd ein Viertel des gesamten Vermögens

Eine von der Presse wenig beachtete Studie der Hans-Böckler-Stifung kommt zu interessanten Ergebnissen. Die gewerkschaftsnahe Stiftung hat die Vermögensverteilung in der Bundesrepublik Deutschland von dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) untersuchen lassen. Gegenstand der Untersuchung war die Verteilung des Nettovermögens. Bei dem Nettovermögen handelt es sich um das Vermögen einer Person nach Abzug aller Schulden.

Der Studie nach konzentrieren sich 23 Prozent der Vermögenswerte in der Hand von einem Prozent der Bevölkerung und immerhin noch fast ein zwei Drittel (61,1 Prozent) des Gesamtvermögens sind im Besitz der wohlhabensten zehn Prozent. Diesen "happy few" stehen zwei Drittel der Bevölkerung gegenüber, welche so gut wie kein nennenswertes Vermögen haben, 27 Prozent der Bevölkerung haben sogar unter dem Strich mehr Schulden als Eigentum.


Marktzyniker meint: Eine Studie die uns aufrütteln sollte, aber auch ein gutes Argument in der Neiddebatte.

Kommentare:

  1. Das Ergebnis ist nicht verwunderlich wenn man Zinsrechnung beherrscht. Demnach steigt ein Guthaben umso stärker je höher es ist. 5% bei 1000 Euro auf 1050; 1000000 Euro auf 1050000! Und durch den Zinseszins wächst der Betrag beim hohen Wert umso stärker. Wenn man nun bedenkt dass die mit den geringeren Einkommen das Geld auf dem Arbeitsmarkt für mit die großen Kapitaleinkommen erwirtschaften müssen, erkennt man die Abbildung unserer Probleme. Da die großen Kapitaleinkommen durch den Zinseszins immer stärker wachsen, müssen die Arbeitseinkommen zugunsten nachgeben. Am Ende der Entwicklung haben wir Zustände wie 1929 mit den Folgen. Wir können aber auch die Freiwirtschaft einführen.

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  2. Na und?

    Die faulen Drecksäcke gehen halt lieber zum Sozialamt, als dass sie was in die Hand nehmen.

    Mitleid kriegste gratis, Neid muss man sich eben erst mal verdienen.

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  3. Beim nächsten Mal bitte keine Unflätigkeiten, Sie disqualifizieren sich vor meinen Lesern !

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  4. Ja und die Reichen werden immer mehr entlastet von die Politik statt endlich Vermögenssteuer+Börsenumsatzsteuer einzuführen.

    So lange es keine Mindestlöhne gibt wird es irgendwann zu Kralwallen+Unruhen kommen..

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  5. es ist ja heute so dass immer mehr Menschen die Leistung erbringen dafür immer weniger verdienen und eine kleine Minderheit immer mehr leistungslose Kapitaleinkünfte verbucht. Mit Leistung im Sinne von Tun und Verdienen hat dies nichts mehr zutun und mit Neid schon gar nicht. Eher mit Gerechtigkeit aber dass Wort ist den Superreichen fremd. Wer denkt er gehört zu den Gewinnern wird sich bald wundern wenn er nicht eh schon in Schulden versinkt. Die nächste Bankenpleite kommt bestimmt! Prost Mahlzeit!

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  6. @erstes Kommentar: da beherrscht offenbar jemand keine einfache Mathematik. Beide Beträge wachsen im gleichen Tempo.

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  7. Es ist immer wieder erstaunlich, wie der allgemeine Glaube an “Apfelbäumchen” sogar noch im 21. Jahrhundert zu dem Aberglauben verleitet, leistungslose Kapitaleinkommen würden nicht durch die Mehrarbeit anderer, sondern möglicherweise auf Bäumen wachsen.

    Schlimmer als das Eingeständnis, bisher in einem Cargo-Kult gelebt zu haben, ist nur noch der Wahnsinn, es weiterhin zu versuchen:

    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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