Samstag, 24. Oktober 2009

Krankenkassen: Was passiert 2012 ?

Der Koalitionsvertrag steht. Die Regierung zeigt sich nun erstmal spendabel, einige Bonbons werden verteilt, etwa an Eltern, Erben und sogar an Hartz IV-Empfänger die ab 1.1.2010 etwas mehr Vermögen behalten dürfen.
Schwarz-Gelb beginnt mit Wohltaten (bei Handelsblatt.com am 24.10.2009 veröffentlicht)
Obgleich der Gesundheitsfond zunächst unangetastet bleibt und etwaige Defizite zunächst aus Bundesmitteln ausgeglichen werden, wird in der Sache mittelfristig Kurs gehalten: Weg von Beiträgen, welche sich nach der individuellen Leistungfähigkeit richten, hin zu Kopfpauschalen und die Entlassung der Arbeitgeber aus der paritätischen Finanzierung des Sozialsystems.
Marktzyniker meint: Was bis 2011 geschieht lässt sich nicht voraussagen, allerdings kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit gerechnet, dass es am 1. Januar 2012 keine gesetzlichen Krankenkassen mehr geben wird. 
Der Bürger soll in den nächsten zwei Jahren, daran gewöhnt werden, dass er sein Krankheitsrisiko selber zu tragen hat. In einem ersten Schritt werden die gesetzlichen Krankenkassen noch mal auf Pump mit neuen Schulden finanziert.  Gleichzeitig werden im Rahmen der Pflegeversicherung Kopfpauschalen eingeführt und der Bürger an eine privatwirtschaftliche Organisation des Sozialsystems gewöhnt.
Anfang 2011 wird dem Bürger dann - mit Hinweis auf die Zuschüsse im Jahre 2010 erzählt werden, dass das ganze öffentlich-rechtlich finanzierte Gesundheitssystem ineffizient und zu teuer sei. Dies wird der Startschuss sein, eine verpflichtende private Krankenversicherung einzuführen, mit drastischen Folgen:
1. Reduzierung des Versicherungsschutzes auf eine Basisversicherung. Extras gehen extra !
2. Geringverdiener, welche die Kopfpauschale nicht bezahlen können, müssen einen Antrag auf einen Zuschuss stellen, mit der Folge, einer Bedürfnisprüfung.
Wer das nicht glaubt, der möge gerne mal bei der FDP vorbeischauen:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen