Freitag, 13. November 2009

Leiharbeiter - Nun im Discount und im Dutzend billiger !

Welche Blüten die Werbung in der Zeitarbeitsbranche treiben kann, darüber hat Marktzyniker bereits am 11.11.2009 berichtet.
Marktzyniker vom 11.11.2009: "Zeitarbeiter: Neuerdings Ware im "Jobsupermarkt"?"
Wurde noch am Mittwoch von Marktzyniker angenommen, dass es sich bei dem "Job-Supermarkt" um einen Einzelfall handelt, so stellte sich heraus, dass es in Teilen der Zeitarbeitsbranche offenbar wenig Hemmungen gibt, die Würde von Arbeitnehmern zu Marketingzwecken mit den Füssen zu treten. Dies zeigt die Existenz eines Discounters für Zeitarbeiter:
http://www.discount-zeitarbeit.de/
Der geneigten Kundschaft werden etwa Helfer ab € 11,59 pro Stunde feilgeboten,
http://www.discount-zeitarbeit.de/
jedoch erst ab 51 Mitarbeitern, wie sich aus aus "Der Top-Preise"-Liste ergibt:
http://www.discount-zeitarbeit.de/?mainContent=content&article=unsere_top_preise
Doch Vorsicht vor versteckten Kosten! Es fällt für das Zeitarbeisunternehmen eine "Handling-Gebühr" in Höhe von € 25,00 an, wie sich aus den näheren Erläuterungen ergibt, bezeichnender Weise unter der Überschrift: "Was sie als Partner sparen".
http://www.discount-zeitarbeit.de/?mainContent=content&article=was_sie_sparen
Marktzyniker meint:  Marktzyniker erspart sich zunächst zynische Spekulationen darüber, welche Tätigkeiten mit der "Handling-Gebühr" abgegolten werden, dies sei der Fantasie der Leser überlassen.
Man stelle sich den Aufschrei von Tierschützern vor, wenn man einen "Welpen-Discount" gründen würde.  Wo bleibt hier der Aufschrei unserer Eliten? Gilt die Menschenwürde von Arbeitnehmern nichts mehr? Sind Arbeitnehmer neuerdings Menschen zweiter Klasse, welche man zum Vorteil des Kunden discountieren kann und mit Mengenrabatt anbieten kann?
Marktzyniker hofft nie wieder über solche Werbepraktiken berichten zu müssen, sie sind einfach eine Schande für den vielgepriesenen Standort Deutschland.

Kommentare:

  1. Im Kapitalismus ist der Mensch eine Ware.
    Die sogenannten "arbeitsplätze" haben vom Charakter her erstmal nichts mit Arbeit zu tun sondern sind eine Versklavung.

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  2. Warum heißen die Stellen, wo an ALG-II_Empfänger Arbeit vermittelt werden soll, jetzt JOBCENTER? Weil es dort nur Jobs gibt - Blowjobs zumeist oder Rimmjobs ... *sorry*

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