Dienstag, 26. Januar 2010

Wenn der Banker seine Krawatte abnimmt: Schlägerbanker in Action

Wenn us-amerikanische Banker aus Furcht vor einem vermeintlichen Volkszorn sich mit Handfeuerwaffen eindecken, will auch offenbar der deutsche Krawattenbanker zeigen, dass in ihm mehr steckt als ein Erbsenzähler. Da profiliert sich ein  "hochseriöser" Finanzmakler am Wochenende als Hooligan und auch gegen ein Extra 3-Fernsehteam wird mit blanker Gewalt vorgegangen, wie folgende Berichte und Videos belegen.
Die Angst geht um, unter den Bankern. Zumindest in den USA: Das österreichische Wirtschaftsblatt berichtete schon im Dezember darüber, dass sich Investmentbanker in den USA nun mit Handfeuerwaffen eindeckten, weil sie einen vermeintlichen Volkszorn fürchten würden.
"Bullets over Broadway: Goldman Sachs-Banker decken sich mit Waffen ein" von Andre Exner im Wirtschaftblatt-Onlineausgabe  vom 12.12.2009
Aber auch in Deutschland scheint die Finanzwirtschaft die vermeintlichen Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Die Hamburger Morgenpost berichtet über einen erfolgreichen Finanzmakler, der in Großbritannien als Hooligan zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, welche er ganz schickschick und standesgemäß mit seiner Kreditkarte beglichen habe.
Richtig sauer werden einige Banker, aber wenn ein Extra 3 Fernsehteam freche Fragen auf einer "Afterwork-Party" stellt. Da greift dann so  ein Anzugträger ohne Krawatte auch mal den Ton-Techniker tätlich an.
Friedlichere Krawattnicks freuen sich über die tolle Gelegenheit Witze auf Kosten von Hartz IV-Empfängern zu machen. Etwa so richtig urkomische Sprüche wie: "Wir sind Hartz IV-Empfänger. Wir haben uns nur verkleidet" Haha ! Selten so gut gelacht.
"Extra 3 :After Work Party nur für Banker" von Thomas Schlegl Satiremagazin Extra 3 via Youtube 1. Minute, 28. Sekunde
Marktzyniker meint: Ausnahmsweise mal gar nichts ! Die Herren im Extra 3 Film haben es geschafft, die Mehrheit der einfachen kleinen Bankkaufleute, die für die Krise nichts können, vor der Bevölkerung als ignorante Sozialdarwinisten zu diskriminieren.

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