Dienstag, 9. Februar 2010

Satire: Jetzt reichts ! Schluss mit dem Reichenmobbing !

Kaum kommt man in diesem unserem Lande zu etwas Geld und Wohlstand und schon mobbt der Pöbel der Normalverdiener und Steuerzahler, dabei ist es doch der kleine Mann von der Straße der ewig schwarzarbeitet. Gut, dass es in Deutschland noch einen funktionierenden Journalismus gibt, der seiner ureigensten Bestimmung folgt, nämlich uns Reichen unsere Pfründe zu sichern.
In diesem unserem Lande wird es nun endlich mal Zeit für eine politisch geistige Wende, wie sie etwa Westerwelle fordert,
"Westerwelle will geistig politische Wende mit Union" in Handelsblatt-Online vom 6.1.2010
es kann doch nicht angehen, dass man als wohlhabender Bürger ständig der Buhmann der Nation ist. In welchen Land leben wir hier eigentlich? Kaum steckt man mal der FDP eine  Million und ein paar Zerquetschte zu,
vgl. "Parteienfinanzier: Neue Großspenden bringen CDU und FDP in Bedrängnis" in Spiegel-Online vom 23.01.2010
schon wird "insuniriert", dass man dieses Geld gespendet hätte, weil man auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen wolle, was natürlich absolut abwegig ist, weil es dann ja keine Spende, sondern Bestechung wäre. Was soll daran schon schlimm sein ?
so auch "Kommentar zur FDP: Aufschrei wegen Hotelierspenden ist fehl am Platz" von Andrea Seibel in Welt-Online vom 18.10.2010
Kein wohlhabender Mensch käme doch je auch nur im Traum auf die Idee mittels Geldzahlungen an eine Partei, deren Politik beeinflussen zu wollen,  ist doch in der ganzen Geschichte in der Bundesrepublik noch nie vorgekommen.
Andere Ansicht :-) vgl. Wikipediaeintrag "Flick-Affaire" et all.
Was denken diese sozialneidischen Leistungsverweigerer und Minderleister eigentlich? Jaja...Bankerbashen kann der Pöbel. Gut dass Herr Ackermann mal in Davos ein Machtwort gesprochen hat, dass es mit dem "bankerbashing" nun mal ein Ende haben muss.
"Davos: Ackermann weist Pauschalkritik an Banken zurück" von Hermann Josef Knipper in Handelsblatt-Online vom 29.1.2010
Ja, man hat es nicht leicht, als Reicher in Deutschland: Wir Reichen sind eine Minderheit
"Ein Prozent der Bevölkerung verfügen über knapp ein Viertel des Gesamtvermögens" in Marktzyniker vom 10.10.2009
und wir werden immer weniger, aber dafür noch reicher.
"Vermögensverteilungsstudie: Beamtenbashing statt Vermögenssteuerdiskussion" in Marktzyniker vom 19.1.2010
Schlimm nur diese Aversionen in Deutschland gegen Menschen, die es zu Wohlstand gebracht haben und das Schlimmste ist, dass sich niemand für diese Aversionen wenigstens schämt.
vgl.: "Kommentar: Deutscher Jagdeifer" von Andrea Seibel in Welt-Online vom 8.2.2010
Diese Sache mit den kopierten schweizer Steuerdaten ist mal wieder so eine Angelegenheit: Nur weil es bei dem Wähler gut ankommt, lässt sich der Staat mit solchen Gaunern ein und gibt ihnen sogar noch Geld. Obwohl sich sogar Bischöfe nicht einig sind, ob das nun moralisch in Ordnung sei.
vgl. zum moraltheologischen Streitstand: "Populismus: Steuerdaten-Deal kommt beim Wähler gut an" von J. Dams und M. Hollstein in Welt-Online vom 1.2.2010
Dabei ist es ja nicht so, dass die Gelder von uns zum Zwecke der Abgabenverkürzung in die Schweiz gebracht worden sind. Vielmehr ist es so, dass wir nach dem 2. Weltkrieg einfach Angst, um unser mühsam Erspartes hatten und es in erster Linie an einem sicheren Ort wissen wollten und natürlich haben wir mit unserem Geld eine Menges guter Dinge getan. Die durch die Nummernkonten entstandene Steuerhinterziehung ist daher nur eine leider notwendige Nebenfolge und bestimmt keine Absicht.
Diskussionsbeitrag von Vermögensberater Christian von Becholtsheim in der ARD-Sendung:"Anne Will" vom 7.2.2010
Und überhaupt dieses sogenannten kleinen Leute sollen sich mal an die eigene Nase fassen. Selber arbeiten die ja auch lieber schwarz, als dass sie das verdiente Geld dem Staat geben.
vgl.: "Kommentar: Deutscher Jagdeifer" von Andrea Seibel in Welt-Online vom 8.2.2010
Sieht man ja bei den Hartz IV-Empfängern, die Mißbrauchsquote von Hartz IV-Empfängern ist auf schwindeleregende 1,9 Prozent gestiegen,
"Bundesagentur will Mißbrauch bei Hartz IV stärker bekämpfen" von Stefan von Borstel in Welt-Online vom 3.2.2010
wenn das so weiter geht, dann beschummelt bald jeder fünfzigste Hartzler den Staat. Man munkelt, dass dadurch ein jährlicher Schaden in Höhe von über 70 Millionen Euro entsteht.
"16500 Hartz IV-Empfänger als Betrüger entlarvt" in Berliner Zeitung vom 3.2.2010
Ja darüber redet natürlich keiner, aber was sind denn das für Menschen, die wegen lächerlichen € 153 im Durchschnitt
"Bild widerlegt die Hartz-Hetzer" im blog: endless.goodnews von Chris am 5.2.2010
so kriminell werden. Wie elend ist denn das ? 
Marktzyniker meint: Satiremodus aus ! Bildet Euch eure eigene Meinung ! Achso ! By the way: Marktzyniker sehnt sich nun nach der "geistig-moralischen" Wende, welche er noch in seinen Jugendjahren aus tiefsten Herzen gehasst hat. Aber wenigsten war damals "Moral" noch ein Anspruch, heute ist die Moral von Westerwelle durch Politik ersetzt worden.
Und Marktzyniker meint immer noch: "Schwarzgelb muss in NRW eine vernichtende Wahlniederlage erleben"

1 Kommentar:

  1. zufällig via cashkurs auf den blog gestossen. super, freut mich, dass du damit startest. werde ihn mit freuden in meinem feed aufnehmen.

    AntwortenLöschen