Donnerstag, 4. März 2010

Dr. Schlarmann - Klare Worte an das "bankrotte" Griechenland

Was wäre das deutsche Unternehmertum ohne die CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung und ihrem verdienten Kämpfer für "soziale" Marktwirtschaft Dr. Josef Schlarmann. Marktzyniker dachte schon, dass er nur noch bei Europaletten-Herstellern abhängt, aber falsch gedacht, der hidden Champagnion ist wieder da: Diesmal klare Worte an die "bankrotten" Griechen!

Es war leise geworden, um Dr. Josef Schlarmann, dem im November 2009 mit  97,6 Prozent wiedergewählten
Plädierte Dr. Schlarmann noch Mitte Oktober 2009 für ein "degressives" Hartz IV-System, welches Behörden eine schnellere Kürzung erlaube, wenn jemand nicht arbeiten wolle,
"Arbeitslose: Koalition stellt Hartz IV-Empfänger besser" in Focus-Online vom 14.10.2009
so war lange nichts von ihm zu hören.  Dies lag wohl an seiner Basisarbeit: Wie zum Beispiel seine Besuchsreise bei innovativen Unternehmern: Etwa einer Europaletten-Tischlerei im hessischen Poppenhausen, von dessen Palettenwerk er sich beeindruckt zeigte und ein offenes Ohr für die "Holznöte" des Werkes hatte.
Dass Dr. Schlarmann mehr kann, als in "Holznot" geratenen Palettenherstellern beizustehen, zeigte sich nun jetzt: Er ist wieder auf dem glatten Parkett der Außen- und Wirtschaftspolitik und richtet klare Worte an Griechenland:
Ein Bankrotteur müsse alles, was er habe, zu Geld machen, so Dr. Schlarmann in aller Deutlichkeit an die Adresse der griechischen Regierung.
Der aufmerksame Leser wird nun einwenden, dass es denklogisch eigentlich nicht ginge, dass ein Bankrotteur etwas zu Geld mache, was er habe. Denn ein Bankrotteur hat doch eigentlich nichts mehr, sonst wäre er ja nicht bankrott. Ein philosophisches Rätsel also. So wie: "Alle Kreter lügen, sagt der Kreter". Aber zum Glück löst Dr. Schlarmann so gleich auch dieses Paradoxum: Griechenland besitze Gebäude, Firmen und unbewohnte Inseln, welche zur Schuldentilgung eingesetzt werden könnten.
Die Ideen des Dr. Schlarmann fanden gleich Zustimmung: So will der CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz Sicherheiten sehen: Sollte die EU und damit "auch Deutschland" (Anmerkung Marktzyniker:"Ach nee!") den Griechen Geld geben, so müsste Griechenland "grade im  Sinne der jungen Generation" auch Sicherheiten bieten, die sich im Notfall verkaufen lassen würden. In Frage kämen einige griechische Inseln.
Einen härteren Kurs fährt die FDP: Die Kanzlerin solle keinen "Rechtsbruch begehen" und dürfe Griechland keine Hilfe versprechen und forderte vom "griechischen Staat", dass sich dieser "radikal" von Firmenbeteiligungen trennen solle und deren Grundstücke nebst zum Beispiel unbewohnter Inseln verkaufen solle, so der FDP-"Finanzexperte" Horst Schäffler.
Marktzyniker meint: Keine Sorge! Griechenland wird "gerettet" werden, es hat ja genug gute Ratgeber im schwarzgelben Lager und die Waffenindustrie will sicher auch gerne weiter gut an griechischen Waffeneinkäufen verdienen:

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Schwarzgelb abgewählt werden muss.

Kommentare:

  1. In welcher Wertewelt leben wir eigentlich? Soweit ich mitbekommen habe hat Griechenland die EU mit Hilfe von Spekulanten getäuscht? Das will keiner gemerkt haben? Jetzt wird Griechenland gelobt für seinen Sparkurs. Wer spart da? Die Sozialleistungen werden gekürzt, ein gutes Vorbild für Deutsche Sparmaßnahmen. Darüber dass diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden die es Griechenland überhaupt ermöglicht haben zu schummeln, oder diejenigen die konkret daran beteiligt waren habe ich niergens was gelesen. Aber eine tolle Idee, dass jetzt Griechenland Inseln verkaufen soll, dann kann sich ein Spekulant von seinen Boni endlich eine eigene Insel kaufen. Ein Bösewicht der auf die Idee kommt das dies alles ein gut durchdachter Plan findiger Spekulanten ist. Man fragt sich echt, ob nicht schon längst die Politiker Ihren Staat an die Finanzwelt verscherbelt haben und den Bürger auf dem Altar der Wirtschaft opfern. An sich sollte die Wirtschaft und das Geld den Menschen dienen und Ihn von Sklaverei und harten Arbeitsbedingungen befreiein. Zur Zeit ist es aber umgekehrt und die Peitsche des Sklaventreibers ist durch wirtschaftliche Nötigung ersetzt worden. Wie sonst ist es zu erklären, dass diejenigen die entweder durch Ihre Arbeit echte Werte schaffen, wie notwendige Waren, oder Dienstleistungen wie Pflege, oder Müll beseitigen, Straßen bauen usw. kaum Anerkennung finden, indem man einen Lohn zahlt, der kaum zum Leben reicht? Oder diejenigen Unternehmer durch hohe Abgaben straft, die qualitative Arbeitsplätze schaffen und gerechten Lohn zahlen, aber diejenigen fürstlich bezahlt, die Ihr Kapital in Tresoren bunkern und mit Papieren spekulieren, hinter denen auch nicht der geringste Waren oder Dienstleistungswert steckt? Oder diejenigen unterstützt die Andere für Dumpinglöhne arbeiten lassen und diese dann durch Sozialeistungen ernäheren lässt? Das wir heute genügend Nahrungsmittel und Konsumgüter und medizinische Versorgung haben ist doch von Menschen geschaffen, die Ihre Kraft, sei es Hand oder geistige Arbeit oder Kapital für reale Dienstleistungen, Waren oder Kulturgüter eingesetzt haben, nicht von Spekulanten, die wertlose Papiere oder Imaginäre Werte hin und her schieben, die durch keinerlei reale Werte gedeckt sind.

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  2. Es hat sich doch längst hinter vorgehaltener Hand herumgesprochen: Jedem wird geholfen- egal ob selber schuld oder nicht.
    Wenn das so ist, dann haben wir keine Soziale Marktwirtschaft, dann haben wir kollektive Planwirtschaft- mit amtlich genehmigter Freiheit und Erfüllung von Bedürfnissen - die wiederum kollektiv solidarisch zu finanzieren sind.
    Was für ein Niedergang im Denken-Reden und Handeln.
    Wo sollte noch Motivation sein, eigenverantwortlich zu handeln, oder als Firma halt auch bankrott zu gehen, oder als Staat zu sparen- wenn doch alles einerlei ist .
    Wenn der Tüchtige nur noch die Zeche für den Gerissenen- den Dummen- den Faulen- den den Schlauen, den Abzocker bezahlt.
    Das gilt für den Einzelnen wie für den Staat und auch die gesammte EU-
    Dieser Laden ist tot- ohne Selbsdisziplin und mit dem Einkommen auskommen, ohne Bereitschaft der Schuldenbegrenzung u. s. weiter, mit Verantwortung der Länder- und der Wirtschaft- und im besonderen der Politiker, kann es keine Union geben. Hier zieht doch längst jeder jeden über den Tisch, jeder holt raus was nur geht- mit oder ohne Betrug. Sowas muß in die Brüche gehen und es wird zerfallen. Oder es mutiert zum sozialistischen Kollektiv mit ein paar kapitalistischen Raubtieren, die vorweg gallopieren und die Scheise auf dem Weg zurücklassen, in die andere hineintappen.

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