Montag, 24. Mai 2010

Bundespräsident Köhler - Klare Worte an den Rest der Welt

Endlich Klartext vom Bundespräsidenten: Wer Handelswege blockiert oder auf sonstige Weise sich der Geld- und Raffgier des deutschen Unternehmertums in den Weg stellt, dem soll die Bundeswehr auf den Hals geschickt werden. 
Bundespräsident Horst Köhler scheint momentan auf den Spuren seines Amtsvorgängers aus grauer bundesrepublikanischer Vorzeit Heinrich Lübke zu wandeln. Als erster Bundespräsident seit 1967 betrat Horst Köhler am Freitag afghanischen Boden. Der Besuch wurde laut Spiegel aus "Sicherheitsgründen" bis zum letzten Moment geheim gehalten.
Um ihre Sicherheit muss nun offenbar auch der Rest der Weltbevölkerung fürchten, zumindest dann wenn sie der Geldgier des chronisch eigenkapitalschwachen deutschen Unternehmertums
"Kreditklemme - Ein oft hausgemachtes Problem" in Marktzyniker vom 2.3.2010
in die Quere kommen, so zumindest die Einschätzung unseres Bundespräsidenten Horst Köhler:
"Meine Einschätzung ist aber, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel auch militärischer Einsatz notwendig ist um unsere Interessen zu wahren"
"Freie Handelswege" seien ein solches Interesse, da von diesen Arbeitsplätze und Einkommen abhingen.
"Köhler setzt sich für die Truppe ein" in Merkur-Online vom 22.5.2010
Die eben genannten Aussagen stammen aus einem Interview, welches der Radiosender: "Deutschlandfunk" mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler geführt hat.
Interview: "Mehr Respekt für deutsche Soldaten in Afghanistan" von Christopher Rieke auf Deutschlandfunk vom 22.5.2010 (Transskript unvollständig)
Interessanterweise ist das Transskript des Interviews verkürzt worden, der vollständige Wortlaut befindet sich hier.
Marktzyniker meint: Nun sind wir also wieder so weit: Der Krieg als Fortsetzung der Politik. Oder sogar vielleicht noch etwas weiter: "Der Krieg als Fortsetzung des Welthandels". Nun gut! Unser Bundespräsident ist halt ein Mann des Unternehmertums, wie folgendes Zitat aus dem Jahr 2007 zeigt: 
"Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir in Deutschland jetzt eine politische Vorfahrtsregel für Arbeit. Was der Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze dient, muss getan werden. Was dem entgegensteht, muss unterlassen werden. Was anderen Zielen dient, und seien sie noch so wünschenswert, ist nachrangig. Eine solche Grundeinstellung wünsche ich mir von allen, die politische Verantwortung tragen."
Nun weiß der Bundesbürger wohin die Reise geht: Arbeitsplätze und Unternehmergewinne um jeden Preis, auch wenn es den Weltfrieden kostet, denn dieser ist ja offenbar nur noch "wünschenswert". Mit anderen Worten: Letzte Hoffnung der Reichen: Kriege und Leichen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Schwarzgelb abgewählt werden muss.

Kommentare:

  1. Einmal kurz googeln,

    Carstens, Karl / NSDAP ab 1933 SA NSDAP 1940-1945/ -> CDU : Deutscher Bundespräsident

    Scheel, Walter/ NSDAP bis 1945 / -> FDP 1974–1979 deutscher Bundespräsident

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  2. Hallo liebe Leute,

    ich habe eine Strafanzeige gegen unseren Bundeshorst erstellt und erstattet.

    Lesbar und als PDF-Download unter http://bundeshorst.wordpress.com

    Bitte weitergeben. Danke :-)

    Laevus Dexter

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