Dienstag, 25. Mai 2010

Leerverkaufsverbot - Vorerst letzter Akt der schwarzgelben Schmierenkomödie

Nachdem Merkel wochenlang mit Schwarzmalerei den Euro schlechtgeredet hat um dem deutschen Bürger ihr neoliberales Sparprogramm als unbedingt notwendig verkaufen zu können, haben nun die Spekulanten diese Steilvorlage aufgenommen. Die Abwehr von Schwarzgelb ist verzweifelt: Zickzackkurs in Sachen Finanzmarktregulierung.
Langsam scheint Schwarzgelb offenbar in Panik zu geraten. Anders ist der seit Anfang des Jahres bestehende Schlingerkurs in Sachen Finanzmarktregulierung nicht mehr logisch nachvollziehbar. Nachdem unsere schwarzgelbe Heldenkanzlerin Angela Merkel Anfang Mai 2010 in Sachen Euro mit unpassenden Sprüchen wie diesem hier:
"Diese Bewährungsprobe ist existenziell. Sie muss bestanden werden"
 "Dramatische Rede der Kanzlerin Merkel warnt vor einem Scheitern Europas" auf RP-Online vom 13.5.2010
den Euro und Börsen auf Talfahrt geschickt hat, so dass auch ausländische Kommentatoren so langsam ihre Zweifel an der Solidität des Euros bekommen, wie beispielsweise dieses Zitat einer russischen Nachrichten-Agentur zeigt:
"Merkel erklärte im Bundestag: sowohl der Euro als auch die ganze europäische Idee seien in Gefahr. Scheitere der Euro, dann scheitere auch Europa, warnte sie. Wenn eine deutsche Regierungschefin so etwas sagt (da ausgerechnet die Bundesregierung als Hauptgarant des Euros und der ganzen EU gilt), dann droht Europa (geschweige denn dem Euro) wohl tatsächlich großes Unheil."
"EU-Krise: Euro für alle oder nur für Auserwählte?" von Andrej Fedjaschin auf der russischen Nachrichtenagentur RIA NOVOSTI vom 21.05.2010
Doch auch in Sachen ungedeckte Leerverkäufe nur noch regulatorisches Chaos: Erst wird der ungedeckte Leerverkauf von Aktien deutscher Finanzunternehmen nach mehrmonatigem Verbot im Februar wieder erlaubt und sogar steuerlich begünstigt,
um so dann am 19. Mai 2010 eben diese Geschäfte wieder zu verbieten. Seit dem 19. Mai 2010 sind ungedeckte Leerverkäufe von Finanztiteln und auch der Handel mit ungedeckten Credit default Swaps (CDS)
vgl.  "Credit default Swaps - Ein gefährliches Instrument, was nur Spekulanten nützt Teil I" in Marktzyniker vom 18.11.2009
vgl. "Credit default Swaps - Ein gefährliches Instrument, was nur Spekulanten nützt Teil II" in Marktzyniker vom 15.3.2010
auf Verbindlichkeiten europäischer Staaten bis zum 31. Mai 2011 verboten.
Pressemitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht "BaFin untersagt ungedeckte Leerverkäufe und ungedeckte CDS auf Staatsanleihen der Eurozone" vom 18. Mai 2010
Und auch weiter fährt Schwarzgelb einen Zickzackkurs: Nunmehr sollen ungedeckte Leerverkäufe von allen Aktien und der Handel mit ungedeckten Credit default Swaps auf europäische Staatsanleihen sogar gesetzlich verboten werden, so ein Gesetzentwurf von Schwarzgelb.
"Verbot ungedeckter Leerverkäufe -Schäuble sagt Spekulanten den Kampf an" in Spiegel-Online vom 25.5.2010 
Marktzyniker meint: Ist Schwarzgelb wirklich so inkompetent? Nein! Schwarzgelb wird nur die Geister die Merkel rief nicht mehr los. Die Zielrichtung Merkels Schwarzmalerei in Sachen Euro Anfang Mai 2010 war klar: Dem deutschen Michel sollte Angst gemacht werden, damit er den beabsichtigten Sozialkürzungen zustimmt, insoweit kam Merkel die griechische "Tragödie" grade Recht. Konnte Merkel doch so dem deutschen Steuerbürger unter dem Hinweis auf die angebliche Verschwendungssucht der Griechen, dem Bundesbürger einreden, dass auch "wir" über unsere Vehältnisse gelebt hätten (Diese Angstmacherei wird noch Gegenstand eines eigenen Blogbeitrags sein).
Nun rächt sich Merkels Schmierenkomödie: Die Spekulanten schlagen nur Kapital aus Merkels Worten und torpedieren den Euro, nebst deutscher Finanzbranche gewinnbringend. Dem schwarzgelben Regierungsdampfer bleibt nur noch der  Zickzackkurs - doch Torpedos sind heutzutage lenkbar.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Schwarzgelb abgewählt werden muss.

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