Mittwoch, 17. November 2010

Satire - Es gibt einen vernünftigen Grund zur Hysterie: Spaß

Unser aller Innenminister Karl Ernst Thomas de Maizière teilte uns heute mit, dass es eine konkrete Gefahr eines Anschlags gäbe. Es bestehe Grund zur Sorge, aber kein Grund zur Hysterie. Irgendwie muss er was verwechselt haben, denn sich Sorgen zu machen ist doof und führt nur zu Trübsinn, dafür gibt es wahrlich keinen vernünftigen Grund. Es gibt aber einen vernünftigen Grund zur Hysterie, nämlich das Hysterie Spaß macht.
Eines muss man sagen: Unser Innenminister Thomas de Maizière (CDU) nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Sicherheit unserer Bürger geht:
"Meine Damen und Herren, es gibt Grund zur Sorge, aber keinen Grund zur Hysterie."
Offenbar hat der Herr Innenminister in seiner Aufregung sich etwas verdreht ausgedrückt. Es gibt vernünftige Gründe für eine angstfreie Hysterie, aber nicht für Sorgen, denn Sorgen machen krank. Wer zuviel darüber nachdenkt, was passieren kann oder könnte wird nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen trübsinnig, glücklich sind dagegen diejenigen die "Die im Hier und Jetzt" leben.
Warum also nicht mal gepflegt hysterisch werden? Hier eine zynische Hysterie-Agenda für die letzten Tage des Jahres 2010:

1. Marktzyniker verlässt nicht mehr ohne zwingenden Grund seine Wohnung. Damit nicht es zu langweilig wird, nervt er Hotlines von Firmen bis zum Abwinken. Etwa mit Fragen dahingehend, wie sie nun auf die konkrete Terrorgefahr reagierten, ob man etwa noch das Kino oder Theater  seiner Wahl unbesorgt besuchen kann und ob das gesamte Personal schon im Terror-Abwehrkampf gedrillt worden ist, man erfrage auch den Zustand des Waffenarsenals des Kinos.

2. Für Marktzyniker fällt Weihnachten dieses Jahr aus, zumindest was die oberflächlichen konsumtiven Aspekte des Weihnachtsfestes angeht. Insbesondere Weihnachtsmärkte werden gemieden, denn diese sind ja angeblich ein Ziel von Terroristen. 
Der Glühwein ist auf diesen Märkten ohnehin zu teuer, spart also auch Geld. Tagsüber beschäftige man sich mit dem Schreiben von Beschwerden an das Ordnungsamt, man beschwere sich etwa darüber, dass die Standbetreiber mit ihrer dudeligen Weihnachtsmusik einen Anschlag gerade zu provozierten. zumal sie auch Menschen mit etwas sensiblen musikalischen Sinn in den Wahnsinn treibe. Man rufe auch hier ständig beim Ordnungsamt an und erfrage im Halbstundentakt den Sachstand der Bearbeitung der Beschwerde, man notiere den Namen des Bearbeiters, man drohe mit Dienstaufsichtsbeschwerden und teile ihm mit, dass man im Falle eines Anschlages ihn persönlich verantwortlich machen würde.

3. Natürlich unterlässt Marktzyniker auch seine Weihnachtseinkäufe, denn man weiß ja nie: Schon vor Tagen warnte die nun wirklich glaubwürdige Bild-"Zeitung" davor, dass Terroristen in Spielzeugen Sprengstoff verstecken würden, um diese dann im Regal explodieren zu lassen.
Man erzähle diese Geschichte immer wieder seinen Kindern, am besten kindgerecht dahingehend, dass der Weihnachtsmann in Wirklichkeit ein Terrorist sei, der frechen Kindern Bomben schenkt. Spart Geld und erleichtert die Erziehung: "Wenn du weiter nervst kommt der Bomben-Weihnachtsmann und und vermint dein Zimmer schon heute".
Glauben die Kinder jedoch nicht an Die Bild-"Zeitung" und an den Weihnachtsmann wirds schwierig: Kluge Kinder kommen halt teuer: Muss man also Weihnachtsgeschenke zwecks Rettung des Familienfriedens kaufen, bleibt einem nur auch hier nur die spaßige Hysterie. Man sich wende vor dem Betreten des Warenhauses an die Security. Man frage, in welchen zeitlichen Abständen die Spielzeug-Abteilung von Sprengstoff-Schnüffelhunden untersucht wird, natürlich ist man der Meinung, dass ein Intervall von mehr als drei Minuten absolut unverantwortlich ist. Man verlange die Geschäftsleitung zu sprechen, natürlich unter Androhung einer "Einschaltung" der Bild.-"Zeitung". Doch Vorsicht: Nie die Bild-Zeitung tatsächlich anrufen, schnell kann man als Deutschlands behämmerster Kunde am nächsten Tag auf dem Titelblatt landen. 

4. Unbedingt notwendige Einkäufe von Lebensmitteln tätige man nur noch in türkischen Supermärkten und Gemüseläden oder beim Döner-Mann um die Ecke, man zeigt Solidarität und man lebt sicherer, da ja kaum anzunehmen ist, dass die Terroristen eine Döner-Bude sprengen würden. Man achte darauf immer ordentlich Bier zu kaufen, damit man nicht in den Verdacht gerät, ein Islamist zu sein und bei dieser Regierung sind die Fernseh-Nachrichten ohnehin nur alkoholisiert zu ertragen.

Marktzyniker meint: Keine Sorge! Eine Hysterie kann wirklich spaßig und befreiend sein, solange man keine Angst hat, also nur Mut zur Panik und immer dran denken, was man dieses Jahr an Weihnachten spart!

Kurz-Url Twitter etc.: http://tinyurl.com/34e7yma

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Schwarzgelb abgewählt werden muss.

1 Kommentar:

  1. Das du deine Wohnung nicht mehr verlässt ist sehr vernünftig. Seit die bösen Islamisten (wie fast jedes Jahr) dieses terroristische weiße Zeug vom Himmel fallen gelassen haben ist es sehr glatt und gefährlich. Viele Menschen hatten schon Unfälle mit ihrem Auto. Es soll auch Tote gegeben haben. Wo ist unser Innenminister? Warum baut er keinen Rettungsschirm?

    AntwortenLöschen